„In Zukunft werden die Feuer-Erkrankungen zunehmen.“ lernte ich vor 35 Jahren von einem medizinischen Lama.
Kurz darauf doppelte ein Sufi-Meister nach: „Die Aufgabe des Menschen wird sein, Ruhe und Mitte im Feuersturm zu finden.“
Heute erscheinen diese Worte erstaunlich aktuell. Die moderne Medizin spricht nicht von Feuer-Erkrankungen. Sie verwendet Begriffe wie Stress, Burnout, Trauma, Inflammaging, Neuroinflammation, chronische Erschöpfung oder Überreizung des Nervensystems.
Die Sprache ist eine andere- die Beobachtung scheint dieselbe: Der Dauerstress führt mit der Zeit zur Desynchronisierung von grundlegenden Zellprozessen, von der mitochondrialen zur neurologischen zur sozialen/geistigen Erschöpfung.
- Im Kopf zeigt sich dies als Grübeln, Überforderung, Konzentrationsprobleme oder innere Rastlosigkeit, steigert sich in Depressionen, Angststörungen und Burnout
- Im Herzen als Enge, Bedrängtheit, Reizbarkeit, Selbstentwertung, Wut oder das Gefühl, den Kontakt zu sich selbst und anderen zu verlieren.
- Im Körper als Erschöpfung, Entzündungsprozesse oder zunehmende Schwierigkeiten, wieder in ein natürliches Gleichgewicht zurückzufinden.
Und auch unsere Beziehungen verändern sich: Ein gestresstes Gehirn nimmt die Welt anders wahr. Es interpretiert schneller, bewertet schneller und projiziert schneller. Zuhören wird schwieriger. Neugier wird enger. Begegnung wird zum Wettbewerb von Meinungen.
So ergibt sich auch die logische Antwort darauf, wie wir in Medizin, Psychologie und Beziehungen Angebote machen sollten:
Biologische Impulse an unseren Körper richten, die ihn nähren und kühlen
Zeiten für Ruhe, Pausen und Integration schaffen: nur dort findet Lernen und Reflexion statt
Zeiten schaffen, wo wir in unseren Begegnungen und Beziehungen Raum für Fragen und Hinhören eröffnen.
Leben folgt Rhythmen. Auf Aktivität folgt Erholung. Auf Erfahrung folgt Integration. Auf Begegnung folgt Verarbeiten. Werden diese Rhythmen über längere Zeit überlagert, beginnt das Feuer nicht mehr zu strahlen – es beginnt zu brennen.
Die biologischen Kühlmechanismen kennen wir schon lange, die aktuelle Forschung beschreibt so neu und definiert sie fassbarer:
- Tiefe ruhige Atmung, Vagusstimulation: induziert und stärkt der Parasympatikus und das vegetative Downregulieren
- Aminosäuren (Gaba-Quellen), Sexualhormone: erlauben das neurologische Downregulieren und psychologische Distanznehmen
- Pflanzenfarbstoffe wie Sulforane, Astaxanthine «kühlen» das Neuro-Inflammaging, das immunologische Heisslaufen bei allen chronifizierten Störungen wie Autoimmunerkrankungen, Long Covid/ME-CFS, chronische Schmerzen, etc
- Probiotika bzw. Pflege des Darm-Mikrobiom: bei intaktem Darm-Microbiom ist eine Chronifizierung von Rheuma bis Depression gar nicht möglich.
Das Resultat:
Neuroplastizität wird im konstruktiven Sinn nutzbar: Neuroplastizität ist der «coole», spielerische Modus, wo der Mensch Varianten von sich austesten kann. Vielleicht besteht die Herausforderung unserer Zeit deshalb nicht darin, das Feuer zu löschen.
Der starke Parasympathikus schafft die gesunde Rhythmik, unter welcher Entwicklung und Gedeihen möglich wird UND der Körper gesund bleiben kann.
Das intakte Mikrobiom stabilisiert und beruhigt das Immunsystem, die Gerinnung, die Hormonbalance und erlaubt Regeneration, auch von chronifizierten Prozessen
Wir müssen neu lernen, mit «Feuer» umzugehen, mit zu vielen und dauernden Stimulationsangeboten von Innen und Aussen
- Wie finden wir einen Rhythmus, in dem das Feuer uns wärmt, statt uns zu verbrennen?
- Wie bleiben wir lernfähig, beziehungsfähig und lebendig, wenn die Welt um uns herum immer schneller wird?
- Zuerst das biologische Burnout behandeln: es gibt seit Jahrhunderten bewährte Protokolle dazu, die von der modernen Hirnforschung nachvollziehbar werden.
- Erst mit ruhigem Gehirn werden Sie regulier-, lern- und veränderungsfähig: die Therapie, das Neulernen, das Selbstregulieren ist der ZWEITE Schritt
- Mit der Grundkraft, einer Eleganz im Regulieren folgt der 3.Schritt, Orientierung finden: was mache ich jetzt damit, wo ist mein Platz
Gedeihen und Entwickeln sind Ihr Menschenrecht, schaffen Sie die natürlichen Bedingungen dazu. Beides ist lernbar. Darum ist es das zentrale Anliegen bei HU-MO:
Alle interessierten Menschen zur dieser eleganten Selbstbestimmung befähigen, ihre Gesundheit selbständig zu bewahren.
- Durch aktuelle Information aus der Forschung
- Durch bewährte, im Alltag anwendbare Tools
- Durch Austausch und Lernen voneinander
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