
Das Lama-Protokoll – die Aufbauformel…
Wer sich auf eine grosse Reise macht,
geht gut ausgeruht und gut genährt
mit geübtem, massvollen Schritt und Rhythmus
und mit klarer Richtung
Gesunden hat eine Logik und eine Choreographie; therapeutae gehen mit diesen Zyklen und arbeiten nicht dagegen.
– Prof. Lama Yeshe Dongden, Privatarzt des Dalai Lama –
Leben ist Bewegung, Rhythmus und Richtung
Und da wir in einem lebendigen Körper unterwegs sind, sind wir gut beraten, diese Sprache zu lernen und zu brauchen.
Wenn ich mit diesen Rhythmen und Bewegungen im Aussen und Innen mitgehe, ist Gesundsein (engl. ease), Wachsen und Gedeihen (engl. flourish) die logische Konsequenz.
Wenn aber die Aussenwelt die Aussenwelt oder ich selbst diese Bewegungen und Rhythmen störe, meldet mir das der Körper erst ein UNWOHLSEIN (engl. disease): in der Sprache des Körpers: ich komme von der Bahn ab. Wenn ich dies weiter eskalieren lasse, ist die stärkere Sprache SCHMERZ oder KRANKHEIT.
Die moderne Interpretation – 3 Schritte
Die 3 Elemente des Gesundens und Gedeihens: NÄHREN, REGULIEREN und RICHTUNG GEBEN
Diesen 3-Schritt habe ich vor 30 Jahren in ein modernes westliches Protokoll übersetzt und wende es seither in Psychiatrie, Burnoutbehandlung, chronifizierten Erkrankungen wie Tinnitus, Schmerzen und Schlafstörungen an.
Am interessantesten ist diese „FEUER-MEDIZIN“ jedoch für Menschen mit einem Hirn aus dem Überreizspektrum:
Traumatisierte Menschen, hochsensititive Menschen, Menschen mit einer ADHS– oder Autismusspektrum-Konfiguration sind besonders anfällig auf das Überreizen und Überhitzen aufgrund ihrer genetischen Spezialität.

Nähren & Kühlen
Körper und Gehirn brauchen Nahrung und Pflege. Was in der Daoistischen und Tibetischen Medizin empirisch schon lange angewandt wird, bestätigt die moderne Forschung und die Stressmedizin in faszinierenden Details:
- Pflege des Gehirns: bereits in Ruhe verbraucht das Gehirn 60% der Energie und des Sauerstoffs. Unter Stress nimmt dieser Bedarf noch zu. Daher sollte die Hirnnahrung den grössten Fokus bekommen.
- Darm-Hirnachse: mindestens 13-15 Probiotika im gesunden Dickdarm produzieren 50% des Serotonins und Dopamins für das Gehirn, neben Enzymen und Hormonen. Sie kompensieren z.T. sogar Enzyme, die durch Autismus-/ADHS-Gene fehlen können.
- Gehirn kühlen (Aminosäuren, Bikarbonate, Hormone)
- Erden (Basis stärken, Darm-Reset, Mikrobiom)
- Mitte weiten (Herz entspannen, Leber stärken)
Regulieren, Oszillieren, Integrieren
Regulieren trainieren spirituelle Wege, schamanische Traditionen und Mysterienschulen seit Jahrhunderten, und die Hirnforschung zeigt, dass Entwicklung messbar ist. Das Gehirn hat eingebaute Steuermechanismen für das „Gas-geben“ und das „Bremsen. Diese Schalter kannst über Sinnesreize, Bewegung, Atmung und mentalem Training und Meditation bedienen lernen.
Oszillieren zwischen Stimulation und Pause, zwischen Input und Integration, Aktion und Hinhören/Wahrnehmen führt zur einem eleganteren und energiesparenden Anpassen und verhindert ein heisslaufen im Sinne des Burnout. Ob im Flow-Coaching, Selbstmanagement oder Selbstregulation der Pädagogik.
Integrieren – Neuroplastizität zum Wachsen nutzen Die konstruktive Seite der Neuroplastizität kann stimuliert werden, über Sinnesreize, Bewegung, Atmung, EMDR und Meditationstechniken, welche direkt Kleinhirn oder indirekt via Vestibulärsystem das Lernen stimulieren und Lernprozesse abschliessen.
Das Denken weist und hält die Richtung; aber die Emotionen fühlen den Weg und sind der Treibstoff für die Entwicklung.
Kultivieren von emotionaler und mentaler Regulation In der Psychologie werden Emotionen meist als archaische, kaum steuerbare „Dekoration“ des Denkvorgangs gesehen. Die Frage ist, ob wir Emotionen wirklich verstehen?
In der Gestalttherapie, in Körper-orientierten Methoden, im Emotion-Code und im Coaching von Hudson werden Emotionen als Weg-und Entwicklungsweisende Signale der Seele und des Körpers verstanden. Wegweisend für den Weg zu Deinem ursprünglichen Wesen.
Eine sorgfältige Schulung im Umgang mit den eigenen Emotionen und den Signale des Körpers bereitet ein souveränes und selbstbewusstes Lebensstil vor. Und eröffnen ein Verständnis, dass Emotionen ein soziales „Mess-Tool“ sind die Qualität von Beziehungen.
Orientieren
Wenn das Gehirn Lernkraft und Lern-Lust aufgebaut hat, (Schritt 1) und im Regulieren und Oszillieren spielerische Leichtigkeit entwickelt (Schritt 2), dann will das Gehirn und Dein Denken RICHTUNG und FOKUS und WÄHLEN üben
FOKUS ist die Fähigkeit, das Denken UND die Emotionale Umsetzkraft in dieselbe Richtung zu lenken und dort zu halten
RICHTUNG setzt voraus, dass Du weisst und fühlst, wer Du bist, wo Du Deinen Platz hast und was Du von Deinem Wesen zum Ausdruck bringen willst. Das heisst auch, das Du unterscheiden kannst, was wirklich zu Deiner Essenz gehört und was „nur“ angelernt und angewohnt ist.
Du bist mehr als Du Dir angewohnt hast, der Welt und Dir zu zeigen – Darum: Was bist Du auch noch?
WÄHLEN heisst, dass Du weisst, was Du willst und was zu Dir passt, und Du Dich damit positionieren wagst. On in Beziehungen privat oder am Arbeitsplatz, Du machst Dich spürbar, damit Austausch und Wachsen aneinander möglich wird (anders als beim Anpassen) Wählen heisst: da lege ich jetzt gerade meinen Fokus und diese Richtung gehe ich, nicht stur, aber klar und kraftvoll bis zum nächsten Lernschritt.


